Immobilien Türkei

Die Türkei ist einer der vielversprechendsten Immobilienmärkte Europas, und das Schlagwort "Lage, Lage, Lage" gilt vor allem für dieses Land. Strategisch an der Schnittstelle Europas, des Nahen Ostens und Zentralasiens gelegen, ist die Türkei Heimat von fast 78 Millionen Menschen und bietet mit ihrem immensen Bausektor in Verbindung mit stetig wachsender Wirtschafts- und Industrieproduktion Immobilienentwicklern und Investoren enorme Möglichkeiten.

Einige wichtige Fakten und Zahlen für Immobilien Türkei und Bausektor:

In den letzten zehn Jahren belief sich der Immobiliensektor auf rund 5 Prozent des BIP. Die Zuflüsse ausländischer Direktinvestitionen stiegen auf 16,5 Milliarden USD, wobei die Bau- und Immobilienbranche USD 4,1 Mrd. (24,8 Prozent) der gesamten ausländischen Direktinvestitionen einnahm.

Stadterneuerung und Megaprojekte dominieren die Agenda für die absehbare Zukunft, insbesondere in Istanbul. Zu den Projekten dieser Stadt zählen die Marmaray, Kanal Istanbul, die dritte Bosporus-Brücke und Istanbuls dritter Flughafen.

Es wird geschätzt, dass in den nächsten 20 Jahren landesweit rund 6,7 Millionen, also im Durchschnitt jährlich 334.000 Wohneinheiten abgerissen und neu aufgebaut werden. Für die Finanzierung der Stadterneuerungsprojekte werden jedes Jahr rund 15 Mrd. benötigt. Insgesamt wurde dieser Initiative, bei der der private Sektor eine führende Rolle übernimmt, ein Gesamtbudget von 400 Mrd USD zugewiesen. Nach dem Preisindex des Knight Frank Global House belegten Immobilien in Türkei im jährlichen Preiswachstumsindex im 4. Quartal 2015 den ersten Platz unter 55 Ländern. Die Immobilien in der Türkei wiesen im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von 18,4 Prozent auf und wäre damit der leistungsstärkste Immobilienmarkt der Welt, vor Neuseeland, Schweden und Australien.

Die Gesamtzahl der auf dem türkischen Immobilienmarkt verkauften Wohn- Immobilien erreichte im Jahr 2015 1.289.320 Einheiten. Nach der Abschaffung des Reziprozitätsgesetzes im Jahr 2012 begann der Verkauf von Immobilien in der Türkei an Ausländer ebenfalls zu steigen. 2015 wurden 22.830 Wohn- Immobilien in  Türkei an Ausländer verkauft, eine Steigerung um 20,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In Bezug auf Hausverkäufe an Ausländer stand die Provinz Istanbul mit 7.493 Verkäufen im Jahr 2015 an der Spitze, gefolgt von Antalya mit 6.072, Bursa mit 1.501 und Yalova mit 1.425 Verkäufen.

Die Zahl der Genehmigungen für den Bau von Gewerbe- Immobilien in Türkei wie etwa Büroräume, erhöhte sich um 27 Prozent und belief sich zusammen mit 2013 geplanten zusätzlichen Büroräumen auf insgesamt 7 Millionen Quadratmeter. Mit der Fertigstellung von Projekten wie dem Istanbul Finanzzentrum, das Prognosen zufolge Arbeitsplätze für 30.000 Beschäftigte bieten wird, beläuft sich das erwartete Angebot an 1. Klasse-Büroräumen Ende 2017 auf 6,5 Millionen Quadratmeter. 

In der Türkei werden 368 Einkaufszentren mit einer Gesamtbruttomietfläche von 10,89 Millionen Quadratmetern betrieben. Die 108 Einkaufszentren in Istanbul mit einer Gesamtbruttomietfläche von 4 Millionen Quadratmetern stellen dabei 37 Prozent dar.

Laut Cross Border Retailer Attraktivitätsindex des JLL 2015 steht Istanbul an siebter Stelle auf der Liste der der attraktivsten Märkte Europa, nach London, Paris, Moskau, Mailand, Madrid und Rom.

Trotz des Wachstums in den letzten Jahren liegen die immobilien Türkei immer noch unter dem Durchschnitt der gesamten vermietbaren Fläche/Person im Vergleich zum europäischen Durchschnitt. Dies zeigt Potenzial für weiteres Wachstum im Einzelhandel in der Türkei.

Bis zum Ende des Jahres 2015 gab es 13.615 registrierte Übernachtungsmöglichkeiten. 9188 dieser Anlagen wurden von ihren jeweiligen Gemeinden genehmigt, während die restlichen 4427 über eine staatliche Tourismus-Betriebslizenz verfügten. Die Gesamtbettenkapazität dieser Anlagen liegt bei mehr als 1.250.000, obwohl die Anfrage vor allem in Istanbul immer noch viel höher liegt als das Angebot.

Derzeit warten 281 Projekte, die dem Angebot der Immobilien Türkei 74.130 dringend benötigte Betten hinzufügen würden, auf Genehmigung.