Tipps und tricks vom Architekten

 

Lassen Sie sich für Design, Dekoration und

Ausführungstipps für Ihr Zuhause inspirieren.

 

 

 


 

 


 

 

Tipps für Homestaging

Es gibt viele kleine Kniffe und Tipps, mit denen Sie Ihre Immobilie auf Fotos und bei       Besichtigungen optisch attraktiver gestalten können.

 

Auf Ablagen sollten sich zum Beispiel keine oder nur wenige Dinge befinden.
Die Räume sollten nicht zugestellt sein.
Der Balkon, der Rasen und der Garten insgesamt sollten gepflegt sein.
Ein Topf mit blühenden Blumen im Eingangsbereich ist eine wunderbare Visitenkarte und bewirkt einen guten ersten Eindruck.

 


 

 

Projekt Niedrigenergiehaus 

Key Invest berät Sie gerne über den Bau von Niedrigenergiehäusern in Bodrum. 

Wir haben die Ausführungsdokumentation eines Niedrigenergiehauses, das wir im wunderschönen Fischerort Akbük an der türkischen Ägäisküste gebaut haben, für jeden zugänglich gemacht, der sich für das Thema interessiert. Wir glauben, dass Energiesparen, das Entwickeln von umweltfreundlichen Projekten und die Schaffung komfortabler Wohnräume heute wichtiger ist denn je. 

 

Projekt: Niedrigenergiehaus:

Dieses Projekt wurde in Didim-Akbük für eine Familie aus der Schweiz, die sich hier niederzulassen plante, entwickelt und ausgeführt. Die Familie, die uns ihre Vorliebe für mediterrane Architektur nahe legte, stellte 3 Bedingungen an das Projekt. 

1. Bedingung: Mediterrane Architektur sollte mit moderner, zeitgemäßer Technologie kombiniert werden. 

2. Bedingung: Die in der Türkei weit verbreiteten Probleme wie feuchte Wände, ein undichtes Dach oder zugige Fenster und Türen sollten vermieden werden. Trittschall vom Obergeschoss durfte von unten nicht zu hören sein und es sollte ein sehr komfortables Haus werden. Die Temperatur in allen Zimmern sollte gleichmäßig sein. 

3. Bedingung: Der Energieverbrauch dieses komfortablen Hauses sollte sehr gering und es sollte zudem umweltfreundlich sein. Außerdem sollten die Energiekosten auf ein Minimum reduziert werden. 

Unsere Lösung war ein Niedrigenergiehaus, wie es in vielen europäischen Ländern wie Deutschland und der Schweiz bereits Standard ist. 

Dieses Haus wurde so konzipiert, dass die Bauphysik unter Berücksichtigung von Aspekten wie Ausrichtung (Ausblick), Sonne, Schatten und Wind so positiv wie möglich beinflusst wurde. Bauphysikalisch ist es ideal, wenn das Verhältnis der wärmeübertragenden Umfassungsfläche im Verhältnis zum beheizten Gebäudevolumen möglichst klein gehalten wird, was bei mediterraner Architektur jedoch nicht so einfach ist. Also musste hier mit geschickter Architektur und guter Isolation nachgeholfen werden. Für die Wände wurden Leichtbetonsteine aus Bims verwendet und das gesamte Gebäude mit Isoliermaterial ummantelt. Im Haus wurden Schalldämmung und Wasserabdichtung vorgenommen. Außerdem wurden Fenster und Türen luftundurchlässig gemacht, indem sie vor dem Beiputzen luftdicht abgeklebt wurden.  Dies war der erste Teil des Konzepts. Der zweite Teil bestand aus Beheizung, Kühlung und Lüftung. Die Beheizung und Kühlung wurde mit dem VRF Klimasystem von Toshiba S MMS gelöst, das über einen niedrigen Energieverbrauch verfügt. Für die Lüftung sorgt eine Lüftungsanlage mit Wärmetauscher, so dass die bereits erwärmte bzw. gekühlte Luft im Haus wiederverwendet und somit Energie gespart wird.

 

 


Ausführung

Wasserabdichtung und Schallisolierung beim Niedrigenergiehaus :

Dach: Beim Dach wurde 10 cm Steinwolle verwendet. Steinwolle ist nicht nur ein sehr gutes Isoliermaterial für Schall- und Wärmedämmung, sondern behält ihre Isolierfähigkeit sogar noch, wenn sie nass wird und trocknet. Für die Wasserabdichtung wurde unter den Dachziegeln Delta Maxx Unterspannbahn verlegt. Delta Maxx verhindert das Eindringen von Feuchtigkeit nach innen, lässt jedoch durch seine Dampfdurchlässigkeit evtl. unter der Folie vorhandenen Dampf nach außen entweichen. 

 

 

 

Unter dem Dach wurde Steinwolle auf dem Beton verlegt und die Ränder wurden gegen die

Bildung von Wärmebrücken mit XPS Hartschaumplatten verkleidet.

 

 

 

Delta Maxx wasserdichte und dampfdurchlässige Unterdeckbahn unter den Ziegeln

 


Die Wände des Niedrigenergiehauses:

Zur Wärmedämmung wurden für die Mauern statt Ytong Porenbetonsteinen Leichtbetonsteine aus Bims verwendet, da Bims durch sein Gewicht eine bessere Schalldichtung bietet. Um Wärmebrücken generell zu vermeiden, wurden alle Wände, die Unterseiten der Terassen sowie Stützen und tragende Wände von außen mit EPS Hartschaum verkleidet. Der Hartschaum wurde mit Armierungsgewebe ausgelegt, danach wurde der Rauhputz und schließlich der extrem wasserdichte YKS Dekorputz aufgetragen. Auf diese Weise wurde sowohl Schall- und Wärmedämmung als auch Wasserdichtigkeit an den Wänden erzielt. 

 

 

 

 

EPS Hartschaum wird zuerst mit Spezialkleber an den Wänden befestigt, danach verdübelt. 

 

 

 

Die Balkone des Niedrigenergiehauses:

Bei den Balkonen wurde EPS Hartschaum sowohl an der Unterseite als auch unter Estrich verlegt und somit Wärme- und Schalldämmung gewährleistet. Das ganze Gebäude wurde unter dem Estrich mit Dämmmaterial versehen, um der Schallausbreitung entgegenzuwirken. Die Übergänge zwischen Mauern und Fußböden wurden mit Silikon abgedichtet. 

 

Geländer und Balkon

Vorarbeiten für den Fußboden ausgeführt

 

 

Balkonunterseiten, Ränder und Seiten komplett mit Dämmmaterial verkleidet


Terassen des Niedrigenergiehauses:

Für die Schall- und Wärmedämmung wurde auf der gesamten Terasse EPS Hartschaum unter dem Estrich verlegt.
Auch hier wurden die Übergänge zwischen Mauern und Fußböden mit Silikon abgedichtet.
An den Rändern ist die PE-Folie, die über den Hartschaum verlegt wurde sowie die 1 cm dicke Schallschutzmatte zu sehen.
 Nach dem Verlegen der Fliesen werden die herausstehenden Ränder von Folie und Matte abgeschnitten und die Sockelleisten angebracht. 

 

 

Unter-Estrich Schall- und Wärmedämmung im Erdgeschoss und 1. Geschoss des Niedrigenergiehauses:

 

Im Erdgeschoss wurde 5cm EPS-Hartschaum unter dem Estrich verlegt und somit Wärmebrücken und Schallausbreitung unterbrochen. 

Auch hier wurden die Übergänge zwischen Mauern und Fußböden mit Silikon abgedichtet. 

 

 

Fussboden im Obergeschoss

 

Im gesamten Obergeschoss wurde 2 cm Hartschaum unter dem Estrich verlegt, um die Schallausbreitung zu unterbrechen. 

Auch hier wurden die Übergänge zwischen Mauern und Fußböden mit Silikon abgedichtet. 

 

 

 

Auf Beton ausgelegter EPS Hartschaum und trittschalldämmende Matte 

 

Die Fenster im Niedrigenergiehaus:

Fenster und Verglasung sind genau wie die anderen Aspekte bei diesem Konzept äußerst wichtig. Für optimale Wasser- und Schalldichtigkeit wurde die Fensterrahmen-Serie "Zendow" von Egepen mit 5-Kammer-Profil und 70 mm Bautiefe verwendet. Der Hersteller beschreibt das Produkt folgendermaßen: 

PVC ist durch seine Struktur dämmend und ist ideal, um optimale Wärmedämmung zu erzielen. Zusätzlich bieten die Zendow-Fenster durch das 5-Kammer-Profil beste Leistungen bei der Wärmedämmung. 
  
   
Schalldämmung
PVC ist das ideale Material für sowohl Wärme- als auch Schalldämmung. Zendow bietet auch hier Spitzenleistung. Durch seine 70 mm Bautiefe kann schalldämmende Verglasung bis zu 33 mm Glasstärke eingesetzt werden. Außerdem wird durch das vorhandene TPE Dichtungssystem maximaler Kontakt der Flügel mit den Rahmen erzielt, wodurch eine perfekte Dichtigkeit gewährleistet wird. Der U-Wert 1 zeigt die positive Dämmeigenschaft, die sich aus den durchschnittlichen Wärme-, Feuchte- und Oberflächenleitwerten errechnen. 

 

 

Wasser- und Winddichtigkeit beim Niedrigenergiehaus:


Das universale Doppelfunktions-Dichtungssystem wurde speziell für maximale Dichtigkeit und sehr guten Verschluss des Fensters entwickelt. Dieses Dichtungssystem, das aufgrund seiner optimalen Geometrie doppelt funktionsfähig ist, wurde an das Profilkonzept angepasst. Die aus hochwertigem Material entwickelten Dichtungsbänder werden direkt bei der Herstellung fertig auf dem Rahmen besfestigt und somit die Montagequalität erhöht.  

Für die Unterstützung der Wärme- und Schalldämmung wurde mit Argon gefüllte Thermoverglasung verwendet. Außerdem wurden vor der Montage der Fenster die Fensteröffnungen zuerst verputzt und dann mit Spezialklebeband abgeklebt, um Luftundichtigkeiten zu eliminieren. Um Wärmebrücken bei den Fensterbrettern zu vermeiden, wurden diese jeweils in zwei Teilen von außen und innen eingesetzt und die Zwischenräume mit Steinwolle ausgefüllt. 

 

 

ESP Hartschaum auf Mauerwerk und Fensterrahmen, beigeputzt. 

 

 


Belege der Argonfüllung in der Verglasung


Verbindung der Wände mit dem Fußboden beim Niedrigenergiehaus:

Der Raum unter dem Gebäude wird als unbeheizter Stauraum verwendet. Dafür wurde der Fußboden des Erdgeschosses unter dem Estrich wie oben beschrieben mit 5 cm EPS Hartschaum gedämmt, um Wärmebrücken zu unterbrechen. 
Bodenberührte Bauteile wurden zuerst mit Ausgleichsputz verputzt, danach wurde eine Schicht bituminöser Isolieranstrich aufgetragen und darauf zwei Schichten Abdichtungsmembran von je 3 mm Stärke verlegt.  
Für zusätzlichen Schutz und zur Unterstützung der Wärmedämmung wurde 5 cm EPS Hartschaum befestigt. Zur Unterstützung der Wasserdichtigkeit wurden rund um das gesamte Fundament Drainagerohre im Kiesbett verlegt. Für die Kapillarunterbrechung wurde 15 cm Kies unter die Bodenplatte geschüttet. Viele Bereiche rund um das Fundament wurden mit 5 cm Kies aufgeschüttet. 

 

 

 

Ausgleichsputz und 3 Schichten P-300 über dem Isolieranstrich

 

 

Technische Ausstattung des Niedrigenergiehauses:

Lüftungsanlage

Um das Konzept des Niedrigenergiehauses zu vervollständigen, sollte eine Lüftungsanlage mit Wärmeaustauscher verwendet werden. Die im Innenbereich bereits gewärmte oder gekühlte Luft, für die ja bereits Energie verbraucht wurde, sollte nicht durch Fensterlüftung verschwendet werden. Eine Lüftungsanlage mit Wärmeaustauscher behält einen Großteil dieser Energie zurück. Auf diese Weise kann Energie gespart werden.

 

 


Beheizung und Kühlung
In diesem Haus wurde für die Beheizung und Kühlung die energieeffiziente zentrale Klimaanlage 
Toshiba S MMS VRF eingebaut.